Schalenamöben

Vorwort

Schalenamöben sind einzellige Amöben, welche ihren weichen Plasmakörper durch eine selbst hergestellte Schale schützen; gebräuchlich ist die Bezeichnung Testaceen. Wie mein untenstehender Poster zeigt, können diese Schalen von unterschiedlichster Form sein, oft bizarr, manche sehr ästhetisch. Alle sind mikroskopisch klein und zwischen 20 µm und (selten) einem halben Millimeter groß.

Tafel Testaceenposter, Hans Rothauscher 2016

Das ganze Wassertropfenleben ist spannend. Nachdem ich aber eine Moosprobe voller Arcella und Nebela erbeutet hatte, ergoogelte ich Joseph Leidys Rhizopoden-Tafeln und war gefesselt von der Formenvielfalt und der interessanten Biologie dieser Gruppe.

Hier habe ich zusammengetragen, was die Beschäftigung mit meinem Hobby bisher ergeben hat. Die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.

Meine Fotos

Meine Abbildungen auf diesen Seiten wurden mit einem Standard-Durchlichtmikroskop aufgenommen und sind, sofern nicht anders angegeben, gestackt. Meine Werkzeuge (hard und soft) finden sich auf der Info-Seite.

Ich finde die Kunstwerke der wissenschaftlichen Grafiker und zeichnenden Naturkundler des 19. Jahrhunderts spannend, welche Vögel, Schmetterlinge, Pflanzen wissenschaftlich akkurat vor neutralem Hintergrund abbildeten, und nach diesen Vorbildern stelle ich ebenfalls meine Objekte gern frei. Außerdem richte ich die Organismen möglichst nach Leidys Vorbild mit der Öffnung nach unten aus.

Obwohl ich versucht habe, die Arten nach bestem Wissen zu bestimmen, sind die Angaben ohne Gewähr.

Unklare Familienverhältnisse

Die Artbestimmung von Testaceen ist oft schwierig, Form und Größe können innerhalb einer Art sehr unterschiedlich ausfallen, und die Übergänge zwischen manchen Spezies sind nur für Fachleute zu erkennen.

Zur Zeit werden viele Testaceengattungen sequenziert. Wahrscheinlich werden manche der klassischen Zuordnungen nach äußeren Merkmalen schon bald nicht mehr gelten.

Anush Kosakyan et al. 2016: Die Artenvielfalt in den meisten Protisten-Gruppen wurde unterschätzt. Viele Morpho-Spezies sind in der Tat Komplexe, die detaillierte morphometrische Studien erfordern, um unterschieden zu werden. [Species diversity in most protistan groups has been underestimated. Many morpho-species are in fact complexes that require detailed morphometric studies to be discriminated] .

Die Reihenfolge der Gattungen im Inhaltsmenü entspricht der Einteilung nach äußeren Merkmalen (siehe Kapitel Systematik) und ist zum Teil von mir subjektiv gewählt.

Hans Rothauscher
 



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