Schalenamöben

Galeripora artocrea

eine große, nicht häufige Hochmoorart.
Arcella autocrea, 202 µm, Mund 39 µm.
A. artocrea, 174 µm, Mund 28 µm. Ahlenmoor.
Seitenansicht, 179 µm, Ibmer Moor.
Nahaufnahme: der 30 µm große Mund mit kleinem Kragen und einigen Poren.
Die Wabenzellen des Gehäuses sind etwa 0,7 µm groß.

Joseph Leidy beschrieb, dass seine lebenden Arcella artocrea-Exemplare alle Algensymbionten enthielten, eine Gemeinsamkeit mit anderen Bewohnern des nassen Torfmooses mit transparenter Schale, die sich in der nährstoffarmen Umgebung zusätzlich von Algensymbionten mit Nährstoffen versorgen ließen (Mixotrophie).

Kein anderer Beobachter hatte danach diese Lebensgemeinschaft von Arcella mit Chlorella-Algen beschrieben.

Mehr über die symbiontischen Zoochlorellen im Kapitel „Systematik“.

Bei den Arten Galeripora artocrea, Galeripora catinus und Galeripora arenaria gibt es Ähnlichkeiten und Überschneidungen. Bei den Autoren gibt es unterschiedliche Einordnungen. In der Regel findet man: Alle drei Arten haben einen Porenkranz um die Mundöffnung.
Deflandre fasste die drei Arten, zusammen mit A. dentata, als Carinatae zusammen.

Wilhelm Jung beobachtete 1936, dass in nassen Biotopen eher große Arten vorkommen, während in trockenem Umfeld deren kleinere Verwandte zu finden sind.